Pfalz

In Deutschlands zweitgrößtem Weinbaugebiet finden Sie endlose Wälder, feine Weine, malerische Städte mit südlichem Flair – „Garten Gottes“ wird die Pfalz oft genannt. Die Region ist einfach paradiesisch schön! Planen Sie nach der virtuellen Rheinland-Pfalz-Messe unbedingt einen Ausflug dorthin!

Eine der schönsten Städte der Pfalz ist Speyer, dessen monumentaler Dom das Stadtbild beherrscht. Mit dem Bau wollte Kaiser Konrad II. die größte Kirche des Abendlandes errichten. Das ist ihm gelungen. Der Dom rangiert mit seinen 134 Metern Länge heute zwar nur noch auf Platz 9 der größten Kirchen, gilt jedoch weiterhin als die größte erhaltene romanische Kirche der Welt. Die Fertigstellung seines Herzensprojekts erlebte er nicht mehr. Der Dom wurde unter seinem Enkel Heinrich IV. im Jahr 1061, 36 Jahre nach Baubeginn, eingeweiht. Konrads Grab befindet sich in der Krypta, der größten Säulenhalle Europas. 

Eine halbe Autostunde weiter nordwestlich liegt Bad Dürkheim mit dem größten Weinfass der Welt, das 1.700.000 Liter Wein fassen könnte, würde es nicht ein Restaurant beherbergen. Für den Bau des Fasses, das 1934 in traditioneller Weise und Form entstand, wurden fast 200 um die 40 Meter hohe Tannen im Nordschwarzwald gefällt. Das Dürkheimer Riesenfass kann auf zwei Ebenen rund 430 Gäste aufnehmen. Bad Dürkheim ist bekannt für den „Dürkheimer Wurstmarkt“, mit 600.000-680.000 Besuchern das größte Weinfest der Welt, das jährlich am zweiten und dritten Septemberwochenende stattfindet. Der erste Dürkheimer Wurstmarkt wurde übrigens im Jahr 1417 gefeiert.

Deutsche Weinstraße – ein Eldorado für Weinliebhaber

Auf der Strecke zwischen Schweigen-Rechtenbach an der Grenze zum Elsass, wo seit 1936 das Deutsche Weintor steht und Bockenheim im Norden reisen Sie auf ca. 85 Kilometern von Winzer zu Winzer. 28 malerische Orte säumen die Deutsche Weinstraße im Südosten von Rheinland-Pfalz. Hier finden Sie urige Weinstuben und erstklassige Winzerhöfe, die zu Weinproben, Weinbergswanderungen und Kellerführungen einladen. Besuchen Sie den Herrenhof im Winzerdorf Mußbach, einem Ortsteil von Neustadt. Es ist das älteste Weingut der Pfalz – die Gründungsurkunden reichen bis ins 7. Jh. zurück.

Bekanntester Weinort ist Deidesheim. In den 1980er und 1990er Jahren lud der damalige Bundeskanzler Helmut Kohl gerne Premierminister, Präsidenten und Staatsoberhäupter ins Restaurant „Schwarzer Hahn“ im Deidesheimer Hof ein. Michail Gorbatschow war hier, Chaques Chirac, Königin Elizabeth II. und der mittlerweile in Ungnade gefallene spanische König Carlos I. samt Gattin. In dem beschaulichen Städtchen steht mit dem Gasthaus „Zur Kanne“ das älteste Restaurant der Pfalz. Hier wurde in den 1970er Jahren der erste Michelin-Stern der Pfalz erkocht.

Mit über 1800 Sonnenstunden im Jahr mutet das Klima fast mediterran an. Hier gedeihen Feigen, Kiwis, Mandelbäume, Palmen, Pinien und Zypressen. Kein Wunder, wird die Gegend gerne als „Toskana Deutschlands“ beworben.

Zwischen März und Oktober finden entlang der Weinstraße zahlreiche Weinfeste statt. Die größten sind neben dem Dürkheimer Wurstmarkt das Deutsche Weinlesefest in Neustadt, auf dem die Deutsche Weinkönigin gewählt wird (erstes und zweites Oktoberwochenende) und das Fest des Federweißen in Landau am dritten Oktoberwochenende. Vielleicht macht die virtuelle Rheinland-Pfalz-Messe ja Lust, eines der Weinfeste zu besuchen?

Radeln Sie gerne? Parallel zur Weinstraße verläuft der Radweg Deutsche Weinstraße, der ebenfalls in Schweigen-Rechtenbach beginnt und in Bockenheim endet.

Pfälzerwald – sanfte Hügel, Felsenburgen und romantische Bachtäler

Wenn im Juli und August an der Weinstraße die Sonne heiß brennt, ist es im Pfälzerwald angenehm kühl. Genau richtig für einen Ausflug in Deutschlands größtes zusammenhängendes Waldgebiet, denn dort gibt es allerhand zu entdecken: Burgen, Naturdenkmäler und 12.000 Kilometer markierte Wanderwege! Zu den schönsten Burgen zählt die Felsenburg Berwartstein aus dem 12. Jh. im südlichen Pfälzerwald. Allein die Aussichtspunkte sind einen Besuch wert! Burg Trifels, die mitten im Wald auf einem Felsenriff hoch über Annweiler thront, diente den Saliern und Staufern einst als Staatsgefängnis. Prominentester Gefangener war der englische König Richard Löwenherz im Jahr 1193/94. Mehr darüber erfahren Sie in der Dauerausstellung der Burg „Macht und Mythos“.

Eine der größten Attraktionen des Pfälzerwaldes ist der sagenumwobene Teufelstisch im Hinterweidenthal. Mit seinen Pfeilern, auf denen eine 50 m2 große Felsplatte liegt, erinnert der 14 m hohe Bundsandsteinfelsen tatsächlich an einen Tisch. Auf der „Tischplatte“ steht eine Kiefer. Einer Sage nach wurde der „Tisch“ vom Teufel gebaut. Als dieser im Pfälzerwald herumwanderte und für sein Nachtmahl einen Tisch benötigte, packte er kurzerhand Steine übereinander und baute sich einen.

Höchster Berg des Pfälzerwaldes ist die knapp 673 m hohe Kalmit südlich von Neustadt. Sie können mit dem Auto hinauffahren, schöner ist jedoch die 13,5 km lange Wanderung ab der Kaltenbrunner Hütte. Der Aufstieg lohnt sich nicht nur wegen der atemberaubenden Aussicht, sondern auch wegen des eindrucksvollen Felsenmeeres mit bizarren Felsformationen.

Der Pfälzerwald wird von Westen nach Osten von drei tiefeingeschnittenen Bachtälern durchschnitten: dem Queichtal, Hochspeyerbachtal und dem Isenachtal. Zahlreiche Seitentäler sorgen für die Vielgestaltigkeit des Pfälzerwaldes. Paradiesisch schön sind das idyllisch gelegene Dernbachtal mit den Burgruinen Neuscharfeneck und Ramburg, der südliche Wasgau an der Grenze zu Frankreich mit weiten und offenen Tälern und das Gräfensteiner Land im Herzen des Pfälzerwaldes mit unzähligen Felsen und Steintürmen. Machen Sie nach der virtuellen Rheinland-Pfalz-Messe einen Ausflug in den Pfälzerwald, der seit 1998 zusammen mit den Nordvogesen ein grenzüberschreitendes UNESCO-Biosphärenreservat bildet.