Eifel

Erloschene Vulkankegel, Kraterseen, Moore und bizarre Felsformationen lassen das Umfeld wie aus der Urzeit erscheinen. Entdecken Sie nach der virtuellen Rheinland-Pfalz-Messe eines der letzten Naturparadiese Europas!

Hauptattraktion der Eifel ist die Vulkaneifel im Nordwesten von Rheinland-Pfalz mit rund 240 erloschenen Vulkanen und deren zahlreiche mit Wasser aufgefüllten Maare. Mehrere Museen laden auf interaktive Zeitreisen in die Welt der Eifel-Vulkane ein. Neben dem Geo-Park Vulkaneifel punktet das Mittelgebirge mit dem Naturpark Südeifel mit unberührter Natur und dem grenzübergreifenden Deutsch-Belgischen Naturpark Hohes Venn, in dem sich der Nationalpark Eifel befindet, wo Sie spannende Ausflüge erwarten sowie dem Deutsch-Luxemburgischen Nationalpark, der mit einer facettenreichen Natur und zahlreichen Burgen, Festungen, Klöstern und Schlössern aufwartet.

Westeifel – klösterliche Pracht, Schlösser und ein „Bit“ 

Die dünn besiedelte Westeifel erstreckt sich rund um den Luftkurort Prüm und grenzt im Südwesten an Luxemburg, im Westen an Belgien. Hier finden Sie bewaldete Bergrücken, Hochebenen, plätschernde Bachläufe und eingebettet in die Landschaft hübsche kleine Dörfer und Weiler. Kulturelles Zentrum ist Prüm mit der ehemaligen Reichsabtei und deren Basilika St. Salvator. Das Kloster wurde 721 von Bertrada der Älteren, der Urgroßmutter Karls des Großen, gestiftet und birgt das einzige Kaisergrab der Eifel. Kaiser Lothar I., Karls Enkel, trat kurz vor seinem Tod als Mönch ins Kloster ein und wurde im Chor der Kirche beigesetzt. Das einst reich ausgestattete Kloster wurde unter Napoleon säkularisiert. Heute befindet sich in den Gebäuden das Regino-Gymnasium. Schauen Sie sich die Basilika an. Mit ihrer mächtigen Fassade ist sie das Wahrzeichen der Stadt – absolut sehenswert ist der barocke Hochaltar.

Eine halbe Autostunde weiter südlich liegt Bitburg mit der berühmten Brauerei. Besuchen Sie die „Marken-Erlebniswelt“ des 1817 gegründeten Familienbetriebs und trinken Sie anschließend ein „Bit“. Sehenswert ist die umfangreiche Sammlung des Eifelmalers Fritz von Wille im Kulturhaus Beda. Der Maler wurde berühmt, als Kaiser Wilhelm II. eines seiner Gemälde kaufte. Etwa 12 km nordwestlich von Bitburg liegt auf einem Bergrücken mitten im Wald Schloss Hamm. Die mittelalterliche Wehranlage aus dem 11. Jh. ist die älteste der noch bewohnten Eifelburgen und verfügt über zwei Ferienwohnungen. Gönnen Sie sich ein Wochenende auf dem gräflichen Schloss!

In Malberg, nördlich von Bitburg, thront Schloss Malberg über dem gleichnamigen Ort. Schauen Sie sich im Rahmen einer Führung die prächtigen Innenräume des Barockschlosses an. Spazieren Sie durch die schönen Gartenanlagen.

Vulkaneifel – Zeitreise durch die Erdgeschichte

Der letzte Vulkanausbruch in der Eifel liegt zwar schon weit über 10.000 Jahre zurück, aber unter der Erde brodelt es noch ganz schön, wie die zahlreichen kohlensäurehaltigen Mineralwasserquellen beweisen. Begeben Sie sich auf der Deutschen Vulkanstraße auf die mehrere Millionen alten Spuren der Vulkane in Form von Kratern, Maaren, Schlackenkegeln und sprudelnden Quellen. Startpunkt ist der mit Wasser gefüllte Krater Laacher See nahe des Klosters Maria Laach in Glees. Auf der 280 km langen, gut ausgeschilderten Touristik-Route liegen 39 erschlossene geologische, kulturhistorische und industriegeschichtliche Sehenswürdigkeiten rund um das Thema Eifelvulkanismus. Darunter das steinerne Inferno Eppelsberg, die Wingertsbergwand, ein geologisches Fenster in die Vergangenheit, der ausgehöhlte Vulkan Arensberg, der Vulkangarten Steffeln und der Kaltwasser-Geysir Wallenborn. In der Erlebniswelt Lava Dome demonstriert ein multimedialer Vulkanausbruch die gewaltigen Kräfte der Natur und lässt den Boden unter Ihren Füßen erzittern.

Im Zentrum der Vulkaneifel liegt der heilklimatische Kurort Daun, der für das Krimi-Festival „Tatort Eifel“ bekannt ist. Zu dem alle zwei Jahre stattfindenden Event reisen namhafte Krimiautoren aus dem gesamten deutschsprachigen Raum an. Sehenswert im Ort sind das Vulkanmuseum, der Kurpark mit der Dunarisquelle und die Burg Daun, einen Ausflug wert die drei Dauner Maare Gemündener-, Weinfelder- und Schalkenmehrener Maar die 1,5-3 km außerhalb des Städtchens liegen. Ca. 16 km westlich von Daun liegt Gerolstein, Standort des Mineralwasserproduzenten Gerolsteiner Brunnen. Zu den Sehenswürdigkeiten zählen die Burgen Lissingen und Löwenburg, die Reste eines römischen Herrensitzes „Villa Sarabodis“ und die prächtig ausgestattete Erlöserkirche. 

Der südliche Teil der Vulkaneifel lockt die Stadt Wittlich mit zwei einmaligen Kunstmuseen und ist allein deshalb einen Abstecher wert.

In der östlichen Vulkaneifel liegt am Fuß des Vulkans Hochsimmer das Städtchen Mayen, wo Jahrtausende lang Basalt und Schiefer abgebaut wurde. Sehenswert ist die prächtige Genovevaburg – über den Mario-Adorf-Burgweg gelangen Sie hinauf. Der Schauspieler Mario Adorf wurde zwar in Zürich geboren, wuchs aber in Mayen auf. Er ist Pate der jährlich stattfindenden Burgfestspiele. Schauen Sie sich die Terra Vulcania am Rande des Mayener Grubenfeldes an. In der Ausstellung „Steinzeiten“ erfahren Sie alles rund um die Geschichte Basaltabbaus.

Vielleicht verlockt Sie die virtuelle Rheinland-Pfalz-Messe zu einem Ausflug in die Eifel?