Deutsches Schuhmuseum Hauenstein

Vom 19. Jh. bis in die 70er Jahre des 20. Jahrhunderts war die Südwestpfalz das wichtigste Zentrum der deutschen Schuhindustrie. Schauen Sie sich die Modelle vergangener Tage im Schuhmuseum an. Vielleicht weckt die virtuelle Rheinland-Pfalz-Messe Ihr Interesse?

Hauptzentren der Pfälzer Schuhindustrie waren Hauenstein und Pirmasens – 35 Schuhfabriken gab es dort im Jahr 1914! Mit der Globalisierung verschwanden die Fabriken. Heute gibt es nicht einmal mehr eine handvoll. Die älteste der heute noch existierenden Schuhfabriken in der einstigen Schuhmetropole Pirmasens ist die 1838 gegründete Firma Peter Kaiser. Im Schuhmuseum erleben Sie eine lebendige Zeitreise in die Entwicklung der deutschen Schuhkultur mit zahlreichen Exponaten.

Eintauchen in die Welt der Schuhe

Das einzigartige Museum befindet sich in einer ehemaligen Schuhfabrik, die 1929 im Bauhaus-Stil errichtet wurde. Tauchen Sie auf vier Etagen in die Welt der Schuhe und ihrer Produktion ein – vom Schuhmacherhandwerk bis zur maschinellen Massenfertigung von Schuhwerk. Erfahren Sie, wie früher Schuhe hergestellt wurden und schauen Sie sich alte Maschinen aus der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg, die noch heute funktionieren. Bestaunen Sie die Schuhe Prominenter und den weltweit größten. Staunen Sie über die größte private Schuhsammlung Europas, wenn nicht gar der Welt. Ernst Tillmann sammelte im Laufe seines Lebens über 5.500 Paar Schuhe aus allen Teilen und Kulturkreisen der Erde. Seine umfangreiche Kollektion können Sie sich im obersten Stockswerk anschauen.

Video: Deutsches Schuhmuseum Hauenstein

Ernst-Tillmann-Sammlung

Die erste „Kollektion“ des passionierten Schuhsammlers aus dem rheinischen Viersen erhielt das Museum im Jahr 2004 – sie bestand aus 1.800 Paar wertvollen Schuhexponaten. Als Ernst Tillmann im Januar 2017 im Alter von 94 Jahren verstarb, war die Sammlung auf rund 5.580 Paar Schuhe angewachsen. Dem „Schuhpapst“ war die Leidenschaft für Schuhe bereits in die Wiege gelegt worden. Sein Großvater hatte im ostpreußischen Schippenbeil ein Schuhgeschäft gegründet, das Tillmanns Vater übernahm. Nach der Mittelschule machte Ernst Tillmann eine Schuhlehre, nach dem Zweiten Weltkrieg eine zusätzliche Ausbildung zum Schuhmacher. Er wurde Geschäftsführer in einem Duisburger Schuhgeschäft, später Handelsvertreter namhafter Marken. Seine Schuhkompetenz war deutschlandweit bald so bekannt, dass er 1968 zum öffentlich bestellten und vereidigten Schuhsachverständigen für die ganze Republik berufen wurde. Tillmann, der ein Faible für ausgefallene und historische Schuhe hatte, bereiste im Laufe der Jahrzehnte fast die ganze Welt und sammelte, was das Zeug hielt. Reisen Sie im Museum durch diese einzigartige Schatzkammer mit Schuhen aus allen Teilen der Erde!

Promi-Schuhe und größter Schuh der Welt

Schauen Sie sich 200 Paar Schuhe von Menschen an, die Sie nur aus dem Fernsehen oder aus Illustrierten und Zeitungen kennen. So die Tennisschuhe, in denen Boris Becker im Juli 1989 in Wimbledon siegte oder die Wanderschuhe des ehemaligen Bundeskanzler und Pfälzers Helmut Kohl aus demselben Jahr. Bestaunen Sie die Schuhe von Thomas Gottschalk, General de Gaulle und Steffi Graf. Zu den Ausstellungsstücken gehören Giuseppe Zanotti High Heels von Michelle Hunziker, schwarze Stiefeletten von Angela Merkel, Sportschuhe von Johannes B. Kerner, Turnierschuhe von Roger Federer, Freizeitschuhe des Welttenors José Carreras, Fußballschuhe von Bastian Schweinsteiger und Miroslav Klose, Pumps von Julia Glöckner und viele mehr.

Ein absoluter Hingucker ist der größte Schuh der Welt. Der 7,14 m lange, 2,50 m breite und 4,20 m hohe Schuh ist bei gutem Wetter auf einem eigens für ihn konstruierten Tieflader auf dem Vorplatz des Schuhmuseums zu sehen. Dank Leiter können Sie den 1500 kg schweren Schuh sogar besteigen.

Weitere Informationen auf www.museum-hauenstein.de/schuh_museum

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