Schmetterlingsgarten auf Schloss Sayn

Ein Hauch Exotik an den Ausläufern des Westerwaldes: In den Tropenhäusern flattern Schmetterlinge in den prächtigsten Farben aus Afrika, Asien und Mittelamerika. Verleitet Sie die virtuelle Rheinland-Pfalz-Messe zu einem Besuch?

Hunderte farbenprächtige Schmetterlinge flattern von einer Blüte zur andern. Palmen, Bananenstauden und andere tropische Pflanzen wuchern bis zur Decke, Wasserfälle plätschern, Schildkröten tummeln sich auf einer kleinen Steininsel im Teich. In der Luft liegt ein intensiver exotischer Duft.

Kaum sonst irgendwo in Rheinland-Pfalz finden Sie eine solche Farbenpracht wie im Schlosspark zu Sayn. Und das liegt nicht nur an dem über 150 Jahre alten Park selbst, sondern am Schmetterlingsgarten, den Fürstin Gabriela zu Sayn-Wittgenstein-Sayn 1987 eröffnete, um die Natur den Menschen näher zu bringen. Das kleine exotische Paradies, das in zwei Glaspavillons untergebracht ist, strahlt in voller Pracht und ständig anderen Farben, denn seine Bewohner kommen regelmäßig neu aus den Tropen. Da die Lebensdauer der exotischen Falter nur drei bis sechs Wochen leben, treffen jede Woche zwischen 200 und 400 Schmetterlingspuppen aus kontrollierten Zuchten tropischer Länder ein.

Video: Schmetterlingsgarten Sayn

Hässliche Raupen verwandeln sich in prachtvolle Falter

Sie erinnern sich an den Biologieunterricht? Schmetterlinge legen Eier, aus den Einern schlüpfen Raupen, die Raupen fressen viel und wachsen, bis sie sich nach wenigen Wochen verpuppen. Aus den Puppen schlüpfen Schmetterlinge.

Der Großteil der Schmetterlingspuppen kommt aus Costa Rica, der Rest aus Afrika, Asien und Australien. Heimische Schmetterlinge sind im Schlossgarten zuhause. Für die große Vielfalt an Arten wurden dort eigens die passenden Pflanzen angesiedelt. Alle paar Wochen werden die Farben neu gemischt, denn immer wieder spezialisiert man sich auf bestimmte Farben, die zur Saison passen und im Kontrast zu den Pflanzen stehen.

Schmetterlinge aus Costa Rica

Aus dem für seine Naturschönheiten bekannten mittelamerikanischen Land kommen über 70 Prozent der Schmetterlingspuppen, aus denen im Schmetterlingsgarten auf Schloss Sayn der Falter schlüpft. Lieferant ist die Schmetterlingsfarm Costa Rica Entomological Supply (CRES), Pionier in der Schmetterlingszucht als Weg zur nachhaltigen ländlichen Entwicklung. CRES arbeitet mit mehr als 100 selbständigen Züchtern in Costa Rica zusammen und unterstützt im Land zahlreiche soziale Projekte. Herbizide und Pestizide finden auf keiner der Farmen Verwendung. Raubbau an der Natur wird nicht betrieben.

Tiervielfalt im Schmetterlingsgarten

Die Schmetterlinge sind nicht die einzigen Bewohner des tropischen Gartens. Auch Leguane, so grün wie die Pflanzen, und Schildkröten genießen das milde Klima und ihre kleinen Steininseln im Teich. Im Wasser, über das kleine hübsche Brücken führen, tummeln sich japanische Kois. Bunte Vögel flattern zwitschernd zwischen den hohen Pflanzen umher, Wachteln scharren in einem Körnerhaufen. Machen Sie eine Sonderführung durch den Schmetterlingsgarten und lernen Sie dabei nicht nur die Falter sowie ihre Entwicklung vom Ei über die Puppe zum wunderschönen Schmetterling kennen, sondern auch die anderen Tiere. Sie dürfen sogar beim Füttern mithelfen, wenn Sie möchten.

Ein Stück Tropen an kühlen Herbsttagen

Im Schmetterlingshaus herrschen konstante Temperaturen von 24-25°C und eine Luftfeuchtigkeit von ca. 60%. Ein „Wetter“, wie es die Schmetterlinge mögen und nicht zu heiß für Besucher. Bei diesen wohligen Temperaturen flüchtet man sich an grauen und kalten Herbsttagen gerne in den Schmetterlingsgarten, der bis zum 1. Advent geöffnet hat und sich dann in die Winterpause verabschiedet. Auch Schmetterlinge mögen die dunklen Tage im Westerwald nicht.

Nähere Informationen auf www.sayn.de/garten-der-schmetterlinge

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