Rhein in Flammen

Das Feuerwerksspektakel entlang der schönsten Rheinabschnitte sollten Sie sich nicht entgehen lassen. Vielleicht verleitet Sie die virtuelle Rheinland-Pfalz-Messe dazu, sich das gigantische Feuerwerk von einem Schiff aus anzuschauen?

Der nächtliche Himmel erstrahlt in prächtigen Farben, die Burgen über den Weinbergen entlang der Ortschaften leuchten rot – der „Rhein in Flammen“ ist ein wahres Fest für die Augen! Die beliebten Feuerwerksspektakel finden jährlich zu verschiedenen Zeitpunkten zwischen Mai und September an mehreren Abschnitten des Mittelrheintals statt. Der jeweilige Schiffskonvoi ist dabei bis zu 5,5 km lang. Damit jeder der bis zu 50.000 Gäste auf dem ersten wie auf dem letzten Schiff in den Genuss des Feuerwerks kommt, ist für das Abbrennen der Feuerwerkskörper auf der Strecke entlang der Orte ein Höchstmaß an Präzision erforderlich.

Rhein in Flammen zwischen Bad Hönningen/Bad Breisig und Bonn

Am ersten Samstag im Mai fährt eine Flotte aus rund 50 beleuchteten Schiffen von Bad Hönningen rheinabwärts Richtung Bonn. Rot leuchtende Bengalfeuer tauchen die Ufer,  Burgen und Schlösser entlang der Strecke in ein festliches Licht. Zu beiden Seiten der Ufer finden Rheinuferfeste mit buntem Musikprogramm statt, deren Teilnehmer die vorbeifahrenden Schiffe begrüßen. Ein musiksynchrones Feuerwerksspektakel mit fünf Höhenfeuerwerken, welches die Uferpromenaden und Sehenswürdigkeiten in ein festliches Licht taucht, bildet den krönenden Abschluss.

Video: Rhein in Flammen - Koblenz 2019

Rhein in Flammen zwischen Trechtingshausen und Bingen/Rüdesheim

Am ersten Samstag im Juli fahren rund 50 Schiffe am Abend in Bingen oder Rüdesheim ab. Vorbei an zahlreichen Burgen geht die Fahrt hinein in das Obere Mittelrheintal, wo sich Festungen, alte Zollburgen und romantische Burgruinen an beiden Seiten des Rheins aneinanderreihen. Wie weit die Schiffe Richtung Loreleyfelsen fahren, ist von Wasserstand und Abfahrtszeit abhängig. Auf Höhe des Örtchens Trechtingshausen trifft sich der Schiffskonvoi aus rund 50 beleuchteten Schiffen und fährt gemeinsam an zahlreichen prächtigen Großfeuerwerken vorbei zurück nach Rüdesheim/Bingen. Die Fahrt endet mit einem großen Finalfeuerwerk bei Rüdesheim und Bingen.

Rhein in Flammen zwischen Spay und Koblenz

Mit rund 80 Schiffen fährt am zweiten Samstag im August der größte Schiffskonvoi Europas entlang der durch bengalisches Feuer rot gefärbten Ufer. Die Schiffe sammeln sich am Bopparder Hamm und fahren die 17 km lange Strecke mit je zwei Schiffen nebeneinander. Vorbei geht es an rot beleuchteten Burgen und Schlössern nach Koblenz, wo das etwa 25 Minuten dauernde Höhenfeuerwerg von der Festung Ehrenbreitstein den Höhepunkt bildet. Den Abschluss bildet das Ertönen der Schiffshörner. „Rhein in Flammen“ wird in Koblenz seit einigen Jahren von einem dreitägigen Programm mit Bühnen, Spielflächen und Verkaufsständen entlang der Rhein- und Moselanlagen umrahmt.   

Rhein in Flammen in Oberwesel

Am zweiten Samstag im September empfängt das festlich beleuchtete Oberwesel die Schiffsgäste mit einem musiksynchronen Feuerwerk zum jährlichen Spektakel „Rhein in Flammen“. Ein Konvoi aus rund 50 bunt beleuchteten Schiffen fährt am späten Abend von St. Goar bis Oberwesel, vorbei an der Kulisse des in bengalischem Rot leuchtenden Loreleyfelsen. Eine Szenerie ohnegleichen!

Rhein in Flammen zwischen Sankt Goar und Sankt Goarshausen

Die beiden Städte zu Füßen der Loreley sowie der Burgen Katz und Rheinfels veranstalten das traditionelle Feuerwerksspektakel bereits seit 1948. Am dritten Samstag im September liegen bei Dunkelheit rund 50 bunt beleuchtete Schiffe in der Mitte des Rheins. Zu beiden Seiten des Ufers beginnt ein gigantisches Lichterfestival, dessen Finale von der Flussmitte aus erfolgt.

Schon Queen Victoria kam in den Genuss des Rheins in Flammen

Der „Rhein in Flammen“ am Mittelrhein hat seinen Ursprung im Jahr 1756. Damals kam der gerade neu ins Amt gewählte Trierer Erzbischof und Kurfürst Johann Philipp von Walderdorff zum Antrittsbesuch in seine Residenz Koblenz, Schloss Philippsburg, damals Teil von Ehrenbreitstein. Das Schloss existiert seit 1801 nicht mehr. Zu Ehren des Kurfürsten veranstaltete die Stadt ein großes Feuerwerk. Dieser stand während des Spektakels auf seiner Jacht vor dem Ehrenbreitsteiner Ufer. In der Mitte des Flusses, gegenüber dem heutigen Deutschen Eck, befanden sich drei mit Musketen beladene Schiffe. Von dort feuerte die Artillerie aus Musketen Signalraketen und Feuerwerke in die Luft. Im barocken Garten am Neuendorfer Ufer war eine ganze Batterie von Holzgestellen installiert, von der aus ebenfalls Feuerwerke gezündet wurden.

Übertroffen wurde dieses Feuerwerksspektakel ein Jahrhundert später, als am 14. August 1845 Queen Victoria von England auf ihrer Hochzeitsreise mit ihrem deutschen Gemahl, Prinz Albert von Sachsen-Coburg, auf einem Dampfer nach Koblenz kam. Am Abend wurden alle kleinen Ortschaften und Burgen in der Koblenzer Umgebung erleuchtet und Raketen stiegen in den klaren Himmel auf. Die englischen Korrespondenten bezeichneten das Feuerwerk als das Beste, was man je gesehen habe.

Der „Rhein in Flammen“ als große Gemeinschaftsveranstaltung mit einem Schiffskorso wurde erstmals regelmäßig in den 1930er Jahren durchgeführt. Anders als die zu Zeiten der Kurfürsten vom Militär veranstalteten Feuerwerke, hatten sich diese nun zu Events für Touristen und Einheimische entwickelt.

Nach dem Zweiten Weltkrieg begründeten die Kommunen die Veranstaltung neu mit „Rhein in Flammen“-Illuminationen an der Loreley (1948), im Raum Linz/Siebengebirge (ab 1954) und in Koblenz (1956). Seit dieser Zeit lockt „Der Rhein in Flammen“ jährlich zahlreiche Besucher aus aller Welt an den Rhein.

Nähere Informationen auf www.rhein-in-flammen.com

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