Museum Schlosspark

Das hübsche Museum in Bad Kreuznach präsentiert kunst- und stadtgeschichtliche Sammlungen sowie Ausstellungen zeitgenössischer Kunst. Vielleicht weckt die virtuelle Rheinland-Pfalz-Messe Ihr Interesse zu einem Besuch?

Das Museum inmitten der prächtigen Parkanlage befindet sich im Herrenhaus des ehemaligen Ritterguts Bangert. Zu den Hauptsehenswürdigkeiten zählen die Skulpturen der Bad Kreuznacher Bildhauerdynastie Cauer mit Werken von Emil Cauer dem Älteren sowie der nachfolgenden Cauer-Generation, zu der seine Söhne Robert und Karl Cauer sowie die Enkel Robert Cauer d. J. und Emil Cauer d. J. gehören. Bestaunen Sie kleinformatige Genreplastiken, Portraitbüsten, Grabmalplastiken, Kunst am Bau und Denkmäler im öffentlichen Raum. Schauen Sie sich Aquarelle, Gemälde und Zeichnungen mit Ansichten der Stadt und des Nahelands aus dem 19. und frühen 20. Jh. an. Ein Hingucker ist die Sammlung der Augsburger Glaskünstlerin Ida Paulin, die lange Zeit im benachbarten Bad Münster lebte.

Neben der Dauerausstellung finden jährlich wechselnde Sonderausstellungen statt.

Tauchen Sie in der stadtgeschichtlichen Sammlung ein ins Bad Kreuznach des 19. Jahrhunderts, als die Stadt zu den führenden Kurbädern gehörte und hier allerlei Prominenz  kurte – vom Kaiser über Könige bis hin zu Dichtern, Komponisten und anderen Berühmtheiten. Ein Schwerpunkt der stadtgeschichtlichen Sammlung ist die Geschichte des Ritterguts Bangert und seiner Besitzer in Verbindung zur Stadt Kreuznach.

Video: NaheTV.lokal: Museum Schlosspark Bad Kreuznach Fundstücke Schmuckstücke - Kubach & Freund 2018

Die vielen Bewohner des Ritterguts Bangert

Das ehemalige Rittergut Bangert hat in den vergangenen Jahrhunderten viele Besitzer kommen und gehen sehen. Erstmals urkundlich erwähnt wurde es 1326. Bangert bedeutet Streuobstwiese, und Apfel- und Birnbäume gab es rings um das Gut zuhauf – so kam es zu seinem Namen. Alten Urkunden nach gehörte es im Jahr 1530 einer Familie von Hardung. 1768 erwarb Prinzessin Henriette Amalie von Anhalt-Dessau das Gut, die es allerdings nicht zu ihrem Hauptsitz erkor. Sie ließ das Haupthaus zu dem repräsentativen Herrenhaus im klassizistischen Stil umbauen, das es heute noch weitgehend ist. Die unverheiratete Prinzessin lebte mit ihrem 15 Jahre jüngeren Liebhaber Baron von Reckmann zusammen, der dank ihrer Fürsprache als Baron von Bangardt in den Reichsgrafenstand erhoben wurde. Als sie 1793 starb, vermachte sie ihm das Gut. Machen Sie eine Kostüm-Führung mit Prinzessin Amalie durch das Schlösschen und den Park! Eine Stadtführerin schlüpft in die Rolle und die Kopie des Kleides, das Amalie auf dem Gemälde im Museum trägt und erzählt Ihnen spannende Geschichten aus dem ungewöhnlichen Leben der Prinzessin.

Gut Bangert wurde 1795/96 von den Franzosen beschlagnahmt, 1801 gelang es Baron von Bangardt jedoch, seinen Besitz zurückzuerlangen. Er verkaufte das Rittergut ein Jahr später an den Staatsbeamten Andreas van Recum, dessen Sohn Otto das Wohnhaus 1860 anlässlich seiner Hochzeit mit Anbauten und zinnenbekrönten Türmchen erweitern ließ. Die Anbauten wurden 1970 wegen Baufälligkeit entfernt. 1881 kaufte der Großindustrielle Carl Puricelli aus Rheinböllen das Anwesen für seinen Sohn Heinrich, der das adlige Rittergut zu einem repräsentativen Schlösschen des Großbürgertums machte. Auf dem Anwesen wurde ein zweigeschossiger Flügelbau mit Remise neu errichtet, und im Park wurde ein englischer Landschaftsgarten mit Weiher und exotischen Bäumen wie Ginkgos, Catalpa und Elefantenbaum angelegt. In seiner heutigen Form wird das Rittergut Bangert auch als Puricelli-Schloss bezeichnet. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Gut eine zeitlang vom Max-Planck-Institute für Landarbeit und Landtechnik genutzt und ging später an die Stadt über. Das Museum Schlosspark öffnete im November 1986 seine Tore.

Nähere Informationen auf https://www.bad-kreuznach.de/tourismus-kultur-sport/kulturviertel-bad-kreuznach-museen-und-kunst/museum-schlosspark/

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